Technologie

Wie aus einer Frage eine prüfbare Antwort wird.

Verlass sucht zuerst in den für den jeweiligen Mitarbeiter freigegebenen Kanzleiunterlagen und Rechtsquellen. Erst danach formuliert das lokal betriebene Sprachmodell eine Antwort, gebunden an genau diese Stellen. Die Fundstellen bleiben sichtbar und lassen sich im Original öffnen. Das verkürzt den Weg zur fachlichen Prüfung. Es ersetzt sie nicht.

Grundlage ausreichend

Die Antwort erscheint zusammen mit den herangezogenen Fundstellen: Akt, Dokument und Seite bei Kanzleiunterlagen, Bestimmung und Fassung bei Rechtsquellen. Jede Fundstelle lässt sich im Original öffnen. Wo eine Quelle die Aussage nicht sicher vollständig trägt, ist sie markiert.

Keine ausreichende Grundlage

Findet das System im freigegebenen Bestand keine tragfähige Grundlage, gibt es keine belegte Antwort aus, sondern sagt das. Der nächste Schritt bleibt bei Ihnen: Suchbereich erweitern oder die Frage präzisieren.

Vom Dokument zur Antwort

Sechs Schritte, die bewusst getrennt bleiben. Die Qualität einer Antwort entscheidet sich nicht erst im Sprachmodell, sondern schon beim Einlesen.

01

Dokumente aufbereiten

Freigegebene Unterlagen werden ausgelesen (PDF, Bilder, Office-Dateien, E-Mails), bei Scans mit Texterkennung, und mit den vorhandenen Angaben zu Akt, Quellenart und Seite verbunden. Was nicht lesbar ist, kann später nicht gefunden werden. Deshalb gehört das Einlesen zur begleiteten Einrichtung und nicht in einen unbeaufsichtigten Automatiklauf.

02

Berechtigungen anwenden

Vor der Suche steht die Frage, wer fragt. Pro Mitarbeiter ist festgelegt, welche Quellenarten (Akten, Vorlagen, Vermerke, E-Mails) und welche Mandantenakten zulässig sind. Die Einschränkung wird serverseitig durchgesetzt: Suche, Antwortquellen und Dokumentliste arbeiten ausschließlich auf dem erlaubten Bestand.

03

Passende Stellen suchen

Die Suche verbindet zwei Wege, weil einer allein für juristische Arbeit nicht genügt: den exakten Zugriff auf eine konkrete Bestimmung, wenn ein Paragraf genannt ist, und die inhaltliche Suche nach sinngemäß passenden Stellen, wenn die Frage in normaler Sprache gestellt ist.

04

Quellen zusammenstellen

Aus den Treffern entsteht die Arbeitsgrundlage für die Antwort, jeweils mit Herkunft, Quellenart und, bei Rechtsquellen, dem Versionsstand des Bestands. Diese Grundlage ist das Einzige, worauf die Antwort aufbauen darf.

05

Antwort formulieren

Das lokal betriebene Sprachmodell formuliert die Antwort streng gebunden an diese Grundlage. Es soll zusammenfassen, was vorliegt, nicht ergänzen, was plausibel klingt. Genau hier entsteht der Unterschied zu einem allgemeinen Chatbot, der Wort für Wort das Wahrscheinlichste fortsetzt.

06

Fundstellen ausweisen und Zweifel markieren

Unter der Antwort stehen die Stellen, auf denen sie beruht, öffnen lassen sie sich im Original. Wo das System nicht sicher ist, ob eine Quelle die Aussage vollständig trägt, wird die Stelle markiert. Damit wissen Sie, was Sie zuerst prüfen. Bewusst ohne Prozentangabe: eine Zahl wie 94 Prozent würde eine Genauigkeit vortäuschen, die niemand einlösen kann.

Eine ausgewiesene Fundstelle zeigt, worauf die Antwort beruht. Sie bestätigt nicht automatisch, dass die juristische Schlussfolgerung richtig ist.

Was die Technik zeigt, was Ihre Kanzlei beurteilt

Die Aufgabenteilung ist die eigentliche Antwort auf die Frage, wie verlässlich ein solches System ist:

Verlass macht sichtbar

Welche Quellen wurden herangezogen?

Ihre Kanzlei beurteilt

Sind diese Quellen für den Sachverhalt die richtigen?

Verlass macht sichtbar

Welche Fassung und welcher Gültigkeitszeitraum liegen zugrunde?

Ihre Kanzlei beurteilt

Ist diese Fassung für den Sachverhalt maßgeblich?

Verlass macht sichtbar

Welche Passage steht hinter der Aussage?

Ihre Kanzlei beurteilt

Trägt diese Passage die juristische Schlussfolgerung?

Verlass macht sichtbar

Reicht die gefundene Grundlage für eine belegte Antwort?

Ihre Kanzlei beurteilt

Welche rechtliche Beurteilung folgt daraus?

Verlass beschleunigt Recherche, Quellenvergleich und Erstentwurf. Die rechtliche Beurteilung, die Strategie und die Verantwortung bleiben in der Kanzlei.

Modell, Server und Wissensbasis

Sprachmodell

Ein lokal betriebenes Sprachmodell auf dem Kanzlei-Server. Modell, Version und Lizenz werden in den Installationsunterlagen ausgewiesen, ein Wechsel erfolgt kontrolliert im Wartungstermin. Wir nennen hier bewusst keinen Produktnamen: Das Modell ist austauschbar, tragend sind die Bindung an den Bestand und die Fundstellen.

Server

Die Hardware wird nach Datenumfang, Nutzerzahl und Einsatz bemessen. Leistungsaufnahme, Datensicherung, Wiederherstellung und die weiteren Eckdaten stimmen wir vor der Einrichtung mit Ihrer IT ab.

Wissensbasis

Verlass hält zwei Bestände getrennt: die freigegebenen Unterlagen Ihrer Kanzlei und den bereitgestellten öffentlichen Rechtsbestand. Bei jeder Fundstelle bleibt sichtbar, aus welchem der beiden sie stammt.

Was das System nicht leistet

Vier Grenzen, die Sie vor einer Entscheidung kennen sollten. Wir nennen sie hier, damit Sie sie nicht im Testbetrieb entdecken müssen:

Zuerst die geltende Fassung

Standardmäßig antwortet das System aus der geltenden Fassung. Für einen älteren Sachverhalt wählen Sie den Stichtag bewusst selbst, dann weist die Antwort die damalige Fassung samt Gültigkeitszeitraum aus. Das setzt voraus, dass für das Gesetz eine Fassungsgeschichte erschlossen ist, und das ist nicht bei jedem Gesetz der Fall.

Keine Fachkommentare

Kommentarliteratur ist nicht enthalten. Enthalten und jeweils als eigene Quellenart gekennzeichnet sind dagegen Judikatur, Verwaltungsauffassung des BMF und Gesetzesmaterialien. Aus einer Richtlinie macht Verlass kein Gesetz.

Auswahl kann danebenliegen

Auch bei strenger Bindung an den Bestand kann eine relevante Stelle übersehen oder eine Passage falsch eingeordnet werden. Die Fundstelle macht solche Fehler schnell auffindbar, sie macht sie nicht unmöglich.

Prüfpflicht bleibt

Eine ausgewiesene Fundstelle belegt, worauf die Antwort beruht. Sie bestätigt nicht, dass die juristische Schlussfolgerung zutrifft. Diese Beurteilung bleibt beim Berufsträger.

Und eine Erfahrung, die niemand gern auf eine Produktseite schreibt: Die Antwort ist nur so gut wie die Frage. Wer den Sachverhalt, den Akt oder die Bestimmung benennt, bekommt deutlich präzisere Treffer als bei einer allgemein gehaltenen Frage. Das ist kein Mangel des Systems, aber es gehört zur Einschulung, und wir sagen es lieber vorher.

Wie Sie ein solches System systematisch prüfen, mit eigenen Fragen und bekannter Antwort, steht im Beitrag Woran Sie erkennen, ob eine Kanzlei-KI halluziniert.

Selbst prüfen

Nehmen Sie eine Frage, deren Antwort Sie kennen.

In der öffentlichen Demo sehen Sie, wie Verlass Antwort und Fundstellen trennt. Im Testbetrieb in Ihrer Kanzlei prüfen Sie anschließend eigene Fälle und, genauso wichtig, Fragen, zu denen es in Ihrem Bestand keine Grundlage gibt.

Öffentliche Demo mit erfundenen Akten und echten Rechtsquellen.

Technische Rückfragen gehen direkt an den Verantwortlichen: technisches Gespräch vereinbaren.

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